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Pressetext: Internationales Trachten- und Volkskunstmuseum

In Seebach findet der Gast ein Trachten- und Volkskunstmuseum, das nicht zuletzt durch die vielen Geschichten und Histörchen der Besitzerin, Christine Franzl zu einem ganz besonderen Kleinod wird. Sie weiß zu ihren vielen Sammelstücken, die heute teilweise einmalig und unersetzlich sind, stets etwas zu erzählen. Deshalb sollte man möglichst viel Zeit einplanen, wenn man im Museum einen Besuch abstatten möchte. Da gibt es neben den vielen Trachten aus aller Herren Länder auch alte Kaffeemühlen, Wachsstöckel, Taufbriefchen, Kelche, Monstranzen, alte Puppen, Braut- und Hochzeitskronen und vieles, vieles mehr. Vor Unheil und Krankheit schützen sollten Einzelstücke des „Lamm Gottes“ (Agnus Dei). So wurde eine kleine ovale Reliefplatte genannt, die bei den Votivgaben zu sehen ist. Es war seinerzeit in Rom üblich, die vom Papst gesegneten Osterkerzen in kleine Wachblättchen umzuschmelzen und den Pilgern auszuhändigen. Diese zerbrachen die Plakette und verteilten die Einzelstücke zu Hause an die engsten Familienangehörigen, die dadurch vor Unbilden jeglicher Art geschützt sein sollten. War dieser Schutz mal nicht wirksam und ein Familienangehöriger erkrankte, so wurde einfach die „Dosis“ erhöht und ein Splitterchen dem Essen beigemischt. Der Ausdruck „blaumachen“ reicht übrigens bis ins Mittelalter zurück. Damals mussten die einfachen Stände an Wochentagen die Farben grau oder braun tragen. Nur an Sonn- und Feiertagen durften sie „blau“ tragen, eben an den Tagen, an denen sie nicht arbeiten mussten. Oder die Redewendung „unter die Haube kommen“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, als die verheirateten Frauen in manchen deutschen Regionen eine Haube tragen mussten... Na, wollen Sie noch mehr Histörchen erfahren? Dann ist ein Besuch im Museum genau das Richtige. Informationen bei Frau Franzl, Trachten- und Volkskunstmuseum, Ruhesteinstr. 9, 77889 Seebach, Tel: 07842/3188 oder unter www.seebach.de